Nachdem der langjährige deutsche Streetwear/Mode-Onlineshop Frontlineshop im vergangenen Juni vom französischen E-Commerce-Anbieter Menlook übernommen wurde, wurden nun eine Reihe weitreichender Post-Merger-Maßnahmen eingeleitet.

Zum einen wird der bisherige Geschäftsführer Jens Lafrenz das Unternehmen “sobald seine Arbeit getan ist” bis Mitte des Jahres verlassen. Stattdessen übernimmt Mathias Schmeer, derzeit COO von Menlook, die Geschäftsführung und pendelt zwischen dem Büro von Frontline in Hamburg, der Menlook-Zentrale in Paris und dem “Creative Center” des Unternehmens in Barcelona. Das spanische Büro beherbergt bereits die kuratierten Einkaufs- und Servicefunktionen für die französischen und britischen Menlook-Niederlassungen und soll zukünftig alle Content- und Fotoproduktionsfunktionen der Plattform zentralisieren. Infolgedessen wird ein Teil des aktuellen Foto- und Content-Personals von Frontlineshop in das Büro in Barcelona verlegt.

Auch die technologische Umgebung, das Shopsystem und die Warenwirtschaft von Menlook werden zentralisiert. Der britische, französische und deutsche Menlook-Shop wird das gleiche Sortiment anbieten und seine Waren von einem zentralen Logistikzentrum und Lager in Frankreich über Viapost versenden. Alle diese Integrationsmaßnahmen sollen bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein.

Laut gut informierten Quellen ist es noch nicht klar, ob Frontlineshop seinen unverwechselbaren Namen behält, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass es mit dem Menlook Branding und dem Namen verschlankt wird.
Im Büro Frontlineshop/Menlook Hamburg sind derzeit rund 15-20 Mitarbeiter beschäftigt. Die Einrichtung soll zukünftig nur noch deutsche marktspezifische regionale Aufgaben übernehmen, darunter PR- und Markenmarketing, lokale Finanzen, Performance-Marketing und regionales Merchandising. Auch ein Teil des Kaufs wird hier bleiben: Marc Lohausen, Haupteinkäufer im Frontlineshop, wird für rund 20-30 Marken (Schlüsselmarken für die deutschen Märkte) des Menlook-Sortiments verantwortlich sein.

Menlook.com verkauft nach eigenen Angaben ca. 20.000 Produkte von 500-700 Marken.

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